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Luisenburg

 Luisenburg Teilerhebung im NO des Köseinestocks, 3 Km s von Wunsiedel gelegen. Auf einer Fläche von 700 m und einer Breite von 300 m liegen zahlreiche Granitblöcke der verschiedensten Formen über- und nebeneinander, wirr durcheinandergestürtzt und inneinander verkeilt, Spalten, Grotten und Höhlen bildend; dazwischen wachsen mächtige Fichten, die die Blöcke umkrallen.
Seit 1352 gehört das Gebiet der Stadt Wunsiedel; Johann Wolfgang von Goethe nannte es "Felsenlabyrinth".

 NSG Großes Labyrinth (36,5 ha), 300 m sö davon NSG Kleines Labyrinth (8,4 ha).
Frühere Namen waren Luxburg, Luchsburg, Lugsburg, Losburg.
Die Umbenennung in "Luisenburg" erfolgte am 14.6.1805 in Anwesenheit der preußischen Königin Luise und König Friedrich Wilhelm III.
Von den einst vorhandenen Burgen sind nur noch spärliche Reste zu finden, der Name alleine erinnert an sie.

 Entstehung der Felsenlandschaft mit europäischer Einmaligkeit: Vor 240 Millionen Jahren (im Oberkarbon) füllten sich die Hohlfalten eines längst nicht mehr existierenden Hochgebirges mit glühendflüssiger Schmelze. In langen Zeiträumen erstarrte das Magma zum kristallinen Tiefengestein Granit. Die darüber liegende Decke von Schiefern (Phyllit, Quarzit) und Marmor wurde in der zeit bis heute zum größten Teil abgetragen. Seit Tertiär (vor 30 Millionen Jahren) griff die Oberflächenverwitterung auch in den Granit selbst ein. Dazu leisteten ihr die im Granit durch  ungleichmäßige Abkühlung vorgebildeten Horizontal- und Vertikalklüfte Hilfe. Das fast tropische Klima des Tertiärs begünstigte die chemische Verwitterung; der Frost und die rhythmischen Temperatur-schwankungen des anschließenden Diluviums (Eis- und Zwischeneiszeit) dagegen zeigten eine heftige mechanische Verwitterung.

 Da die Abtragung zuerst die Ecken angreift, entstanden zunächst im Gesteinsverband wollsack- bis matratzenförmige Gebilde. Als das Abtragungsgut im Zusammenhang mit nacheiszeitlichen Fließerden herausgeschwemmt wurde, veränderten die inzwischen mehr oder weniger isolierten Blöcke ganz langsam ihre Lage; ein Vorgang, der sich auch heute noch, wenn auch mit kaum merklicher Geschwindigkeit, fortsetzt.

 Botanische Rarität in den Felsnischen ist das Leuchtmoos. Das Pflänzchen hat
nicht die Fähigkeit des Selbstleuchtends, es strahlt das Tageslicht im Zellaufbau des Vorkeims wider.

Grundriss der Luxburg
 
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