Feisnitzspeicher 1,3 km langer Stausee im Tal der Feisnitz S´ der Stadt Arzberg und SW´ des Kohlberges; bestehend aus dem Hauptspeicher und Vorspeicher. Errichter und Betreiber ist die Elektrizitäts-Versorgung Oberfranken (EVO).
Hauptspeicher:
Dammhöhe: 19,3 m
Dammkronenlänge: 150 m
Staufläche: 15,54 ha
größte Tiefe: 19 m
Vorsee:
Dammhöhe: 9,25 m
Dammkronenlänge: 120 m
Staufläche: 4,24 m
größte Tiefe: 7 m
1972/73 von der damaligen BELG als Kühlwasserreservoir für das Kraftwerk Arzberg angelegt. Das Kraftwerk Arzberg wurde in den Jahren 1914/15 von der Bayerischen Electricitäts-Lieferungs-Gesellschaft AG gebaut, wobei sich der Standort wegen seiner Lage an der Röslau zur Kühlwasserentnahme und wegen der günstigen Verkehrslage bei der Kohlebeschaffung aus der CZ anbot. Die Kraftwerkserweiterung 1971/74 mit dem Bau der beiden Kühltürme war Anlaß zur Errichtung des Speichers, denn bei Niedrigwasserführung der Röslau soll dann mit dem Speicherwasser der Pegel des Flusses wieder erhöht werden, damit keine schädliche Erwärmung des Wassers eintritt.
Im Gebiet des heutigen Stausees befand sich von 1792 bis 1832 die Zeche "Treue Freundschaft", in der Alaunerz gefördert wurde. Bergbaumäßig wurde das Rohmaterial, schwefelkieshaltige, bituminöse Braunkohle, in vier bis sechs Meter tiefen Schächten abgebaut und in Werken weiterverarbeitet.
Um 1870 entstand im Bereich der Tagebaugrube ein kleiner Teich, Klausenteich genannt. Von diesem führte ein Kanal mit leichtem Gefälle nach Elisenfels, wo das Wasser in einer Turbinenanlage Strom für die dortigen Spinnereien erzeugte. Dieser Teich wurde 1913 von einem Hochwasser zerstört, 1935 von dem Gastwirtsbesitzer der Klause neu angelegt.
Beim Bau des jetzigen Speichers verschwanden die damaligen Anlagen und es entstand N´ des Vordammes die Gaststätte "Seeklause", in einem Uferbogen ein Campingplatz. Der Vorspeicher wird von einem Fischereiverein be-wirtschaftet.
Der Parkplatz am Feisnitzspeicher ist Ausgangspunkt für Wanderungen zur Waldenfels-Warte auf dem Kohlberg, zum Basaltgebiet des Ruhberges und in das Röslautal zum Gsteinigt zwischen Elisenfels und Arzberg.