Epprechtstein 797 m, Berg im n FG-Hufeisen; er ist der mineralogisch interessanteste Berg im ganzen Gebirge.
18 teilweise stillgelegte Steinbrüche rund um den Gipfelbereich; Anstieg auf dem Nordweg von Buchhaus aus, OT der Stadt Kirchenlamitz, Lkr. Wunsiedel.
Auf dem unbewaldeten Gipfel steht auf einer langgestreckten, schroff abfallenden Granitplatte die Burgruine Epprechtstein. Es handelt sich um den ehem. turmartigen Hauptwohnbau, auf dem nun eine Treppe zur Aussichts-plattform führt.
Rundblick über den Waldsteinzug, zum Kornberg, nach Schwarzenbach a.d. Saale und Oberkotzau bis nach Hof, s über das Innere Fichtelgebirge zur Kösseine. 250 m sö befindet sich die Diensthütte der Bergwachtbereitschaft Kirchenlamitz.
Geschichte:
Erste urk. Erwähnung 1248 eines "Eberhardus de Eckebretssteine" in einer Schenkungsurkunde Herzogs Otto II. von Meran.
1308 belehnte König Heinrich VII. die Brüder Ulrich, Heinrich und Nickel, die "Säcke" genannt, mit der Veste Epprechtstein, auch die v. Wild wurden Mitbesitzer.
1337 belehnte Kaiser Ludwig der Bayer noch den Vogt Heinrich von Plauen mit einem kleinen Teil der Veste.
1352 erstürmten die Burggrafen von Nürnberg das "Raubschloß", danach erhielten sie es zu Lehen.
1355 / 1356 kamen sie durch Kauf in den gesamten Besitz der Burg, des Amtes und von Kirchenlamitz.
200 Jahre später wird die Burg endgültig durch Truppen des Vogts Heinrich von Plauen zerstört und verfiel.
Nach Übernahme der Markgrafschaft Bayreuth durch Preußen besuchten die Landesherren, König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise am 26.6.1805 mit großem Gefolge den Epprechtstein. Der steinerne Tisch mit Steinbänken, fälschlicherweise Teufelstisch bezeichnet, wurde eigens für die Einnahme des Mittagsmahls errichtet.
Wilhelm III. soll hier die Nachricht erhalten haben, daß Napoleon mit seinen Truppen den Rhein überschritten habe.